Archiv für das Jahr 2010

Überwachungskameras als Alternative zu Hollywood

Wenn Ahmet Öğüt am 16. Januar zu einem Kurzfilmabend lädt, hat er auch einen Film des britischen Regisseurs John Smith dabei. In „A Girl Chewing Gum“ filmt Smith eine Straßenszene in East London. Eine böse Vorahnung der real existierenden Reality-TV-Palette. Weiterlesen »

Ironie im Werkstattkino

Ahmet Ögüt zeigt am 16. Januar im Rahmen der Ricochet-Ausstellung „Wherever I Go I See Your Shadow Behind Me“ im Werkstattkino seine liebsten Kurzfilme. Ein ironischer Zugang zum Alltag mit Leidenschaft zur fiktionalisierten Realität steht im Vordergund der Auswahl, die der türkische Künstler unter dem Motto „The Recent History of Daily Utopias“ zusammen gestellt hat. Wir stellen schon jetzt einige Filme vorab auf unserem Blog vor. Weiterlesen »

Katalog-Quartett in Quietschfarben

Nun ist die Reihe Ricochet komplett. Über die Dauer eines Jahres hat die Villa Stuck insgesamt vier junge Künstler dazu eingeladen, das Haus und die Besucher mit ihrer Kunst zu überraschen, mit den Räumlichkeiten zu experimentieren und mit Gewohnheiten zu brechen. Die vier von der Presse mit großem Applaus begleiteten Ausstellungen wurden vom Kellergeschoss über den Flur bis hinauf in den Dachgiebel errichtet – die letzte Schau – Ahmet Ögül – wird dort oben übrigens nicht vor dem 23. Januar abgebaut. Damit alles bleibt, auch wenn es weg ist, hat das Museum vier inhaltsvolle Kataloge produziert. Weiterlesen »

Eine Ausstellung, die hängen bleibt

Ricochet ist längst mehr als der Name einer außergewöhnlichen Ausstellungsreihe. Ricochet steht nach einem knappen Jahr unverbrauchter, quergedachter und unbefangener Kunst auch für eine neue Museumskultur in unserer Stadt. Jede der vier gezeigten Ausstellungen hat die Besucher berührt. Hat den Gästen etwas mitgegeben. Kurz: es ist immer etwas hängen geblieben. Ein naheliegender Gedanke also, den Namen Reihe auch auf Tragetaschen zu bannen. Weiterlesen »

Ein Pass für alle Länder

Warum steht im Museum Villa Stuck ein Reisepass? Ja gut, wir wissen, es gibt jetzt einen digitalen Reisepass – aber ist das lila Büchlein deshalb schon museumsreif? Das Werk heißt On the Road to Other Lands (2008). Im Format eines deutschen Reisepasses birgt das Buch ein Sammelsurium privater Devotionalien, von Fotografien bis hin zu Geldscheinen aus verschiedenen Ländern, ebenso wie die Werbeslogans der Bundesdruckerei, auf deren Papier es gedruckt wurde – »Legalität für alle Länder«. Weiterlesen »