Archiv für Juni 2011

Martin Mayer und Quirin Empl – Perspektivische Experimente

Mit der Perspektive ist es so eine Sache. Der Begriff ist dehnbar und nur unzulänglich definiert. Er dient zur unterschiedlichen Einordnung von Weltansichten, wird oft und gerne bei komplexen Diskursen zitiert und letztendlich macht er auch vor der Geometrie nicht Halt. Das wusste schon Roger Penrose, ein englischer Mathematiker, der bereits 1958 die „Unendliche Treppe“ entdeckte. Nur zwei Jahre später bediente sich der niederländische Maler Maurits Cornelis Escher dieser Technik. Ausgehend vom sogenannten Penrose-Dreieck entwickelte er immer neue Ideen, Verzerrungen, Metamorphosen und Möbiusbänder, die er nicht nur als Gemälde, sondern vor allem in Zeichnungen, Holzschnitten, Holzstichen und Lithografien darstellte. Escher war auf die Möglichkeiten seiner Zeit limitiert. Digitale Medien waren noch nicht erfunden, geschweige denn für den kulturellen Einsatz gedacht. Weiterlesen »