Ein Jahr lang Geburtstag feiern!

Die Residenz ruft, die Villa antwortet. Das Residenzmuseum München veranstaltet eine Kultur-Blogparade 2013 zum Thema “Der Blick hinter die Kulisse – unser Arbeitsalltag”. Michael Buhrs lüftet den Vorhang und erzählt, was die Münchner im Jahr von Franz von Stucks 150. Geburtstag im Museum Villa Stuck erwarten dürfen.

Ein Jahr lang Geburtstag feiern!

2013 jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag des Münchner Künstlerfürsten Franz von Stuck. In einfachen Verhältnissen geboren am 23. Februar 1863 in Tettenweis/Passau wurde Stuck zu einer Hauptfigur der Blütezeit Münchens als Kunststadt um 1900. Stuck gehört als Vorreiter der Avantgarde an der Schwelle vom 19. Jahrhundert in die Moderne zu den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten Deutschlands. Wir nehmen diesen Geburtstag zum Anlass für ein internationales Jubiläumsprogramm, das die Rolle Stucks als wegweisenden Künstler unter Beweis stellt.

Geburtstags-Tweetup im Museum Villa Stuck

In Zusammenarbeit mit den Kulturkonsorten und mucbook.de veranstalten wir am Samstag, den 23. Februar 2013 um 18 Uhr einen Geburtstags-Tweetup. Im Rahmen einer speziellen Geburtstags-Führung der Sammlungsleiterin Margot Th. Brandlhuber können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen über Twitter live ihre Eindrücke und Erfahrungen austauschen, Meinungen anderer kommentieren sowie Berichtenswertes in die Außenwelt getragen.

Über den Hashtag #kukon kann jeder Twitternutzer von jedem Ort der Welt an der Unterhaltung teilnehmen. Vi Twitter sind ebenso Interaktionen und Interventionen mit anderen Veranstaltungen anlässlich des Geburtstags von Franz von Stuck geplant. Es ist auch für uns ein Experiment, mit den Möglichkeiten der sozialen Medien zu experimentieren. Wir sind gespannt und werden auf unserem Blog über die Aktion berichten. Der Eintritt und die Teilnahme sind übrigens kostenlos.

Der Tweetup ist Teil eines ganzen Geburtstags-Wochenendes am 23. und 24. Februar, das wir mit unserem Publikum bei freiem Eintritt feiern möchten. Führungen zur Sammlung mit Werken Franz von Stucks sowie Kinder- und Jugendprogramme an beiden Tagen ergänzen das Programm. An Stucks Geburtsort Tettenweis findet am 23. Februar ab 17 Uhr ein Lichterumzug zum 150. Geburtstag statt, Treffpunkt ist das Geburtshaus Franz von Stucks am Kirchplatz in Tettenweis.

Malmaschinen und Künstlerhäuser

Unser Jubiläumsprogramm setzt sich im Sommer fort mit zwei großen Ausstellungsprojekten. Ab Ende Juli zeigen wir die erste Retrospektive des amerikanischen Malers Richard Jackson (geb. 1939 in Sacramento, Kalifornien) in Zusammenarbeit mit dem Orange County Museum of Art in Newport Beach, Kalifornien.

Unter dem schönen Titel »Ain’t Painting a Pain« umfasst die Ausstellung raumfüllende Installationen Richard Jacksons aus der Zeit von 1969 bis 2012 sowie zwei ortsspezifische Arbeiten; Malerei und Installationen werden von mehr als 140 Vorzeichnungen, Arbeiten auf Papier und Modellen begleitet. Richard Jackson zählt als Erbe Jackson Pollocks, Robert Rauschenbergs und Jasper Johns’ zu den radikalsten Künstlern der letzten vierzig Jahre.

Wie kein anderer zeitgenössischer Künstler hat er die Möglichkeiten der Malerei ausgelotet: durch seinen überschwänglichen und respektlosen Umgang mit dem »Action Painting« hat er die performative und räumliche Dimension von Malerei erweitert. Neben »Wall Paintings« und »Stacked Paintings« werden als dritte wichtige Werkgruppe raumgroße »Painted Environments« zu sehen sein: Anfang der 1990er Jahre begann Jackson, aufwändige »Malmaschinen« zu bauen, die er vor der Eröffnung einer Ausstellung in Betrieb nimmt und zum Teil in wahren Farbexplosionen den Museumsraum einfärben.

Im Herbst 2013 präsentiert die Villa Stuck eine Ausstellung zum Thema »Im Tempel des Ich. Das Künstlerhaus als Gesamtkunstwerk – Europa und Amerika 1800-1948«, kuratiert von Margot Th. Brandlhuber. Ausgehend von der Villa Franz von Stucks stellt die Ausstellung erstmals den Typus Künstlerhaus in einen internationalen Kontext und führt anhand von zwanzig herausragenden Beispielen vor Augen, welche Faszination eine derart sichtbar Gestalt gewordene Künstlerphantasie bis heute auf den Menschen ausübt.

Franz von Stuck wird 150 Jahre – feiern Sie mit!

Michael Buhrs

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