Bunt und intuitiv: Die Vernissage zu 30 Jahren Schmuck von Lisa Walker

Das Museum VILLA STUCK präsentiert die umfassende Werkschau von Lisa Walker: SHE WANTS TO GO TO HER BEDROOM BUT SHE CAN’T BE BOTHERED.


 

Am Abend des 4. März eröffnete in der Villa Stuck im Beisein der Künstlerin Lisa Walker die Ausstellung SHE WANTS TO GO TO HER BEDROOM BUT SHE CAN‘T BE BOTHERED. 30 Jahre Schmuck von Lisa Walker.

 

Villa Stuck Lisa Walker

Lisa Walker

 

Anlässlich der Eröffnung sprachen Michael Buhrs, Direktor der Villa Stuck, Stadtrat Richard Quaas sowie Otto Künzli, bei dem Lisa Walker an der Akademie der Bildenden Künste München studierte.

Villa Stuck Lisa Walker

Michael Buhrs, Direktor der Villa Stuck

 

Villa Stuck Lisa Walker

Richard Quaas, Stadtrat

 

Villa Stuck Lisa Walker

Otto Künzli, Goldschmied und ehemaliger Professor an der Akademie der Bildenden Künste München

Lisa Walker gilt als eine der einflussreichsten zeitgenössischen Schmuckmacherinnen. Walker verwandelt alltägliche Objekte in Schmuck und untersucht dabei auch grundlegende Fragen der Bedeutung von Schmuck und seiner Verbindungen zum zeitgenössischen Leben, zur Kunst und zur Gesellschaft. Zu sehen sind annähernd 250 Arbeiten von Lisa Walker aus drei Jahrzehnten. Ergänzt werden die Objekte durch zehn Fotografien, die den Schmuck von Lisa Walker mit seinen Träger*innen zeigen.

1. Goldschmiedhandwerk in Neuseeland 1988 – 1995

Villa Stuck Lisa Walker

Lisa Walker hat von Beginn an hinterfragt, was Schmuck bedeutet. Als Studentin in Dunedin, Neuseeland, lernte sie in den späten 1980er-Jahren das Goldschmiedehandwerk bei Georg Beer, »ein unglaubliches Geschenk«, wie sie selbst sagt. Walker baute auf diesen Fähigkeiten auf und experimentierte mit ungewöhnlichen Materialien und Verfahren wie Wolle und Weben. Walker reiste in diesen Jahren oft ins Ausland und ließ sich schließlich 1992 in Auckland, nieder. Sie forschte weiter an neuen Techniken, ihr Schmuck entwickelte sich zu rohen, natürlichen Formen – oft inspiriert von Stränden und Wäldern.

2. Studium an der Akademie der bildenden Künste München 1995 – 2009

Villa Stuck Lisa Walker

Nachdem sie 1995 nach München gezogen war, schlug Walker mit ihrer Arbeit eine neue Richtung ein. Ihr sechsjähriges Studium bei Otto Künzli an der Akademie der Bildenden Künste München hat sie dazu inspiriert, alles, was sie in ihrer bisherigen Ausbildung gelernt hat, »zu verlernen«.

Lisa Walker Villa Stuck

Walker begann, Klebstoff, den »Schmuckbetrüger« als sichtbares Material zu verwenden und warf damit die Frage auf: »Warum sollten wir ihn verstecken?« Gleichzeitig führte sie ungewöhnliche – oft weggeworfene – Materialien in ihre Arbeiten ein, Stoff, Pappe genauso wie Staub und Schmutz vom Boden ihres Ateliers. »Was ist Schönheit?« »Wie verhält sich Schmuck zu Populärkultur, Kunst und Leben?« Das sind Fragen, die Walker in ihrer Arbeit untersucht.

3. Zurück nach Neuseeland 2009 – 2020

Villa Stuck Lisa Walker

Zurück in Neuseeland lotet Lisa Walker noch immer die Grenzen der zeitgenössischen Schmuckgestaltung aus. Sie lässt sich von lokalen ebenso wie von internationalen Einflüssen inspirieren, von Politik bis zu Comics.

Villa Stuck Lisa Walker

Lisa Walkers immerwährende Frage, »Wie weit kann ich mit dem gebrauchsfertigen oder zufällig gefundenen Objekt gehen?«, beantwortet sie selbst ganz direkt: »Alles ist Nahrung für Kunst.«

Das Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie hier.

Fotos: © Mirja Kofler

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