Ab die Post (4): Das verlorene Kunstwerk

FRÄNZCHEN ist das Programm der Villa Stuck für unsere kleinsten Freund*innen. Da wir uns wegen Corona nicht mehr so einfach in Gruppen vor Ort treffen konnten, haben wir euch vor einiger Zeit dazu aufgerufen, zum Stift zu greifen. Unter dem Motto AB DIE POST! solltet ihr uns eure „Postkastengeschichten“ schicken, die ihr zusammen mit Freund*innen verfasst und reihum abwechselnd verschickt habt. (Die Vorlage gibt es bei uns.)

Und wie versprochen: Jede fertige Geschichte erscheint auf unserem Blog. Die vierte Geschichte stammt von Niha (10), Lucia (10), Bennet (10) und Lucia (10) und wir veröffentlichen sie hier im Original und als (leicht angepasste) Abschrift. Viel Spaß:

Das verlorene Kunstwerk

Morgen ist Miras Geburtstag, sie wird zehn Jahre alt. Miro, der Bruder, freut sich sehr auf ihren Geburtstag, denn er hat ein Geschenk für sie und was drin ist, verrät er noch nicht, denn das soll eine Überraschung sein für morgen. Der Vater und die Mutter von Mira und Miro wissen noch nicht, wo sie morgen hinfahren für die Geburtstagsfeier. Sie denken und denken, aber haben nichts gefunden außer eins: ins Museum. In die Villa Stuck! Dort soll es besonders schön sein.

Am nächsten Tag: Mira wacht als erste auf. Mira ist super aufgeregt. Sie ist sehr sehr gespannt, was sie heute erwartet und was sie zum Geburtstag bekommt. Nach dem Frühstück gehen sie ins Museum. Mira hat in der Schule etwas über ein berühmtes Kunstwerk gelernt. Das Kunstwerk „Einige Kreise“ von Wassily Kandinsky. Im Museum angekommen gehen sie zum angegebenen Ort, wo das Kunstwerk sein soll. „Es ist nicht da!“, ruft Mira verzweifelt.

„Nur noch ein heller Fleck!“ Mira ist empört, heute früh hat sie nämlich noch etwas über dieses Kunstwerk im Radio gehört. Kochend vor Wut rannte sie in das Büro des Direktors. „Wo ist mein Lieblingsbild?“, schrie sie, sodass man es bestimmt am anderen Ende der Welt hören konnte. „Beruhige dich erst einmal!“, versuchte der Direktor sie zu beruhigen. „Welches Bild ist es denn?“ „Es ist das Bild ‚Einige Kreise‘ von Wassily Kandinski“, sagte Mira jetzt schon etwas ruhiger. „Oh nein“, beginnt der Direktor zu kreischen. „Die wertvolle Originalausgabe!“

Jetzt kommt Miro hereingestürmt: „Ich habe den Dieb gesehen! Er hatte das Gemälde unter dem Arm. Als er mich entdeckt hat, ist er weggelaufen“, erzählt Miro. „Okay, hinterher“, entscheidet der Museums Direktor. Sie rennen und rennen, aber sie finden nur Fußabdrücke und ein paar Krümel vom Bild. Die Krümel helfen aber auch nicht weiter, denn sie sind nur so groß wie Reiskörner. „Da!“, schnauft Mira. „Ich sehe das Bild im Kofferraum von diesem schwarzen Auto!“ „Hinterher!“, kommandiert der Direktor. Als sie rannten, stolperte der Dieb und alle fallen auf den Dieb. „Wir haben ihn!“, ruft Miro erfreut.

Sie rufen die Polizei. Als diese vor Ort ist, können alle zufrieden nach Hause gehen. Zuhause packt Mira das Geschenk von Miro aus: „Juhu! Es ist das Original ‚Einige Kreise‘ aus dem Museum“ , freut sich Mira. „Danke!“

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