Ein Blick hinter die Kulisse: Richard Jackson. Ain’t Painting a Pain

Schon ist sie weg, die explodierende Kulisse. Was kommt danach?  Die Farbexplosion! Der amerikanische Maler Richard Jackson wird unsere Räume in Farbe tauchen – allerdings wortwörtlich.

»Richard Jackson. Ain’t Painting a Pain« (»Ist die Malerei nicht eine Qual«) ist die erste umfassende Ausstellung zu einem der radikalsten Künstler der letzten vierzig Jahre. Seit den frühen 1970er-Jahren hat der Künstler die Definition und die Praxis der Malerei mehr als jeder andere zeitgenössische Künstler erweitert. Durch seine „Painting machines“, beeidruckend aufwändige „Malmaschinen“, führt Richard eine ganz eigene Form des „Action paintings“ durch – dass dabei die eine oder andere Museumswand mit Farbklecksen besprenkelt wird, ist wohl ein eher gewollter Zwischenfall.

Neben diesen sogenannten „Painting Environments“, die nach der Betätigung der Malmaschinen von den Betrachtern nur als Zeugnis einer Performance erlebt werden, werden in der Villa Stuck zwei weitere Werkgruppen Jacksons ausgestellt. Bei den großformatigen »Wall Paintings« werden Leinwände quer über die Wände der Ausstellungsräume geschoben, so dass sich abstrakte Wandmalereien von grafischer Wirkkraft und eindrucksvoller Formenvielfalt ergeben.

Demgegenüber werden sogenannte »Stacked Paintings« gezeigt, bei welchen Tausende bemalte Leinwände aufeinander gestapelt werden, so dass monumentale Räume und skulpturale Werke entstehen.

Ein »Wall Painting« fertigt Richard Jackson eigens für die Ausstellung vor Ort in der Villa Stuck an.

Unsere Farbreise mit Richard Jackson beginnt zwar offiziell erst am Abends des 24. Juli, natürlich tut sich aber hinter den Kulissen schon sehr viel. Erster am Anpacken ist der Künstler selber.

Für Neugierige haben wir hier schonmal einen kleinen Einblick vorbereitet:

Richard Jackson.

„5050 Stacked Paintings“ entsteht, eine Installation aus 5.050 von Richard Jackson bemalten und aufeinander gestapelten Leinwänden.

Für Erdgeschoss und Obergeschoss der Villa Stuck hat Richard Jackson einen Boden entworfen mit einem Selbstporträt und einem Porträt Franz von Stucks, die in wiederkehrenden Reihen in das Holz eingefräst wurden. Hier wird der Boden mit dem Titel „Stuckson“ im Erdgeschoss verlegt.

Verlegen des „Stuckson“ Bodens im Obergeschoss des Ateliergebäudes.

Aufbau von „Painting with Two Balls“, eine der ersten Malmaschinen, die Richard Jackson in den späten 1990er Jahren entwickelt hat. Eine frühe Erinnerung an einen Besuch im Guggenheim Museum und die Begegnung mit dem Gemälde gleichen Titels von Jasper Johns sind eine entscheidende Referenz für diese Arbeit.

Richard Jackson, Ain’t Painting a Pain, eröffnet am Abend des 24. Juli seine Pforten – wenn die Villa nicht vorher von der Farbenflut weggeschwemmt wird …

Text: Michael Buhrs/ Viviana D’Angelo

Alle Fotos:  © Alberta Mayo

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