Ricochet #4 – Ahmet Öğüt

Als vierte Position im Rahmen der Ausstellungsreihe »Ricochet« zeigt das Museum Villa Stuck (Kuratorin: Verena Hein) von 11. November 2010 bis 23. Januar 2011 neue Arbeiten des Künstlers Ahmet Öğüt.

Seine Werke waren zuletzt in einer Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel 2008 sowie im Türkischen Pavillon der Venedig Biennale 2009 (gemeinsam mit Banu Cennetoğlu) zu sehen.

Ahmet Öğüt wurde 1981 in Diyarbarki – im kurdischen Teil der Türkei – geboren und lebt heute in Amsterdam. Er ist ein genauer Beobachter seiner Umgebung. Alltäglichkeiten und Situationen mit allgemeingültigen Charakter setzt er in seinen Arbeiten mit Mitteln der Übertreibung, Irritation und Situationskomik um. Dadurch gelingt ihm die Offenlegung  von gesellschaftlichen Phänomenen und politischen Strukturen.

So setzt Öğüt in seinem Werk »Perfect Lovers«, 2008, eine türkische Lira neben eine 1-Euro-Münze. Die zum Verwechseln ähnliche Münzen verweisen auf die augenscheinliche Ähnlichkeit und gleichzeitig auf die politische und ökonomische Differenz zwischen den beiden Staaten.

Ein weitere Konnotation entsteht durch den Werktitel, der auf eine Arbeit des amerikanischen Konzept-Künstlers Felix Gonzalez-Torres anspielt. Öğüts vielseitige künstlerische Praxis umfasst verschiedene Medien, wie Zeichnung, Fotografie, Film und Installation. Die Auswahl des Mediums wird bestimmt durch das zugrunde liegende Thema und nicht zuletzt durch die Intention, Gesellschaft, deren Möglichkeiten und Grenzen zu hinterfragen.

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