„Ist das Mode oder kann das weg!?“ Vernissage mit VOGUE Deutschland

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Menschen im Museum – Jackie

MIM3-Karolina Jakovljevic

Jackie V., 76, Rentnerin

Liebstes Stück in der Ausstellung?
Das erste Kleid, wenn man rein kommt – das „MaxiCan-Can“ Kleid.

Liebstes Kleidungsstück/Lieblingsstück an mir heute Abend:
Mein Anhänger. Weil mein Schwiegervater mir den gegeben hat. Es ist eigentlich eine deutsche Münze.

Menschen im Museum – Lara und Josi

MIM6-Karolina Jakovljevic

Jusi Olufemi, 18 und Lara Quast, 18, momentan im Restaurationsbereich tätig

Liebstes Stück in der Ausstellung?
Josi: Bis jetzt waren es diese 40 Fotos am Anfang. Da war ein Bild mit weißen Hintergrund und so ein rosaner Anzug mit weißer Hose. Und mit so einem Federhut.
Lara: Das Bild am Anfang, das war ein Schwarz-weiß-Druck von einer Frau, nackt in der Vitrine drinnen. Das fand ich am besten.

Liebstes Kleidungsstück/Lieblingsstück an mir heute Abend:
Josi: Ich glaub der Schal. Weil er so weich ist.
Lara: Ich glaub meine Schuhe. Weil sie vorne so das gewisse Etwas haben und so abgestuft sind. Und so schön hoch sind. Und die Farbe mit dem Schlangenmuster schön harmoniert.

Menschen im Museum – Belinda

MIM1-Karolina Jakovljevic

Belinda W., 25, studiert Fashion and Technology an der Kunstuniversität Linz

Liebstes Stück in der Ausstellung?
Der erste Mantel von Karl Lagerfeld, dieser Wollmantel, mit dem er einen Preis gewonnen hat. 

Liebstes Kleidungsstück/Lieblingsstück an mir heute Abend:
Mein Schal, eindeutig. Ist sozusagen ein Erbstück meiner Mama. Ihr erster Liebhaber hat ihr den geschenkt – 19 Jahre älter aus Florenz.

Menschen im Museum – Hans-Michael

MIM4-Karolina Jakovljevic

Hans-Michael K., 66, Kurator

Liebstes Stück in der Ausstellung?
Was mir sehr gut gefällt ist dieses sogenannte Küchenbrett, wie man das glaube ich nennt, in der Publizistik. Da wird ein Heft einmal ganz aufgeblättert, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Werbeseiten, mit dem Editorial. Man sieht das Heft so, wie man es nie mehr sieht. Denn wenn es gebunden ist, dann ist es was anderes. Viele Textstellen sind noch als sogenannter Blindtext abgesetzt. Da muss dann der Text auf den Anschlag hin, sich was überlegen. Also das ist so ein Blick in die Küche. Also dieser Raum gefällt mir eigentlich am besten. Weil er etwas zeigt, was man als Außenstehender sonst nicht mitbekommt. Das „Making Of“ einer Zeitschrift. Wir sind hier wirklich noch im analogen Bereich – Gedrucktes wird hier präsentiert. Mit diesem Shooting, dieser Simulation , diese Vorstudien zu einem entstehenden Heft. Das finde ich eine schöne Idee.

Liebstes Kleidungsstück/Lieblingsstück an mir heute Abend:
Ich mag meine Jacke sehr gerne. Mit Kleidung ist es so: Man schlüpft rein und fühlt sich wohl, schaut in den Spiegel und denkt, es ist nicht ganz verkehrt. Das ist so eine ganz spontan emotionale Entscheidung. Danach kann man dann drüber nachdenken, über die Farbe, den Schnitt, was auch immer. Aber deshalb kaufe ich Kleidung auch immer ganz spontan. Und wenn es mir gefällt, dann kauf ich es. Ich geh nie Kleidung suchen und meine, ich brauch‘ heute eine Jacke. Das funktioniert überhaupt nicht. Also das Kleidungsstück muss einem über den Weg laufen. Und man muss sofort verliebt sein und dann muss man diese Liebe wahrnehmen, oder ansonsten mal nichts kaufen. Ein Jahr oder zwei oder drei. Und lieber auch mal ein bisschen mehr ausgeben, für etwas, das man liebt, und nicht meinen, man müsste jetzt irgendwie ein Schnäppchen machen.